Pirc-Verteidigung mit …g6 für Schwarz
1.e4 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 g6
Die Pirc-Verteidigung mit 3...g6 ist eine hypermoderne Antwort auf 1.e4: Du überlässt Weiß zunächst das Zentrum, stellst den Läufer nach g7, rochierst kurz und greifst die weißen Zentrumsbauern dann mit e5 oder c5 an. Der Kurs richtet sich an Spieler, die gegen 1.e4 eine kämpferische, aber solide Eröffnung suchen und gern aus einer kompakten Stellung heraus kontern. Weiß hat vier Hauptwege: den Österreichischen Angriff mit 4.f4, das klassische System mit 4.Nf3, den 150-Angriff mit 4.Be3 und Qd2 sowie die Byrne-Variante mit 4.Bg5; dazu kommt das ruhige 4.g3. Gegen 4.f4 und 4.Nf3 rochierst Du schnell und schlägst mit Nc6, e5 oder c5 zurück. Gegen 4.Be3 wählt der Kurs den flexiblen Plan mit c6 und b5, bei dem der Läufer später nach g7 kommt. Stockfish sieht Weiß in allen Systemen nur leicht vorn – die Pirc ist ein Kampf um das Zentrum, in dem Du Geduld brauchst.
- Der Läufer auf g7 ist Deine wichtigste Figur: Er drückt auf d4 und den Damenflügel. Lass ihn nicht ohne Not mit Bh6 tauschen.
- Die beiden Zentrumsschläge sind e5 und c5: e5 passt, wenn der Springer auf c6 oder d7 steht, c5 vor allem dann, wenn Weiß seinen Läufer nach e2 statt d3 stellt.
- Schiebt Weiß mit e5 vor, tausche mit dxe5 und suche Felder für Deine Springer, etwa d5 oder h5, und den Hebel f6.
- Gegen die klassische Aufstellung fesselt Bg4 den Springer f3, einen Verteidiger von d4; nach Bxf3 wird das Feld d4 für Deinen Springer interessant.
- Gegen Angriffe mit Qd2 und langer Rochade ist der Bauernsturm am Damenflügel mit c6, b5 und b4 Dein schnellstes Gegenspiel.
- Wird das Zentrum mit d5 geschlossen, gehört Dein Springer nach e7, und Du bereitest f5 am Königsflügel vor.